MIG.RE: Migration und seelische Gesundheit durch Empowerment

Konzept zur Integration der Menschen mit Migrationshintergrund in der psychosozialen Versorgung des Landes Steiermark

Viele MigrantInnen sind vor der Migration seelisch gesund. Einige allerdings litten in ihrem Heimatland an Verlust, Hunger, Ausbeutung oder Gewalt durch Kriege. Migration an sich ist keinesfalls der Auslöser für seelische Krankheiten, aber schlechte Rahmenbedingungen, Zugangsbarrieren zu medizinischer Versorgung, Diskriminierungserfahrungen im Aufnahmeland oder verstärkte Traumatisierungserfahrungen der MigrantInnen können sehr leicht zu einer gravierenden Verschlechterung des psychischen und in weiterer Folge auch physischen Gesundheitszustandes beitragen.


Ziele des Projekts sind:

  • die Informationsweitergabe und die Aufklärung der MigrantInnen über das bestehende und gut koordinierte Gesundheitssystem im Lande.
  • die Stärkung der vorhandenen Ressourcen der MigrantInnen zur Krankheitsbewältigung. In weiterer Folge sollen sie die psychosozialen und gesundheitlichen Einrichtungen selbstständig aufsuchen und die Angebote nutzen können.
  • die Sensibilisierung der MitarbeiterInnen des psychosozialen Versorgungssystems auf den prekären Gesundheitszustand der zugewanderten MitbürgerInnen.
  • die interkulturelle Öffnung des Gesundheitsbereichs durch interkulturelle Kompetenz der MitarbeiterInnen.

Förderer des Projekts:

Gesundheitswesen des Landes Steiermark

                                Sozialamt der Stadt Graz